Spülkasten reinigen: So entfernen Zitronensäure und Essig Kalk und Ablagerungen

Der Spülkasten der Toilette wird bei der Reinigung häufig vergessen. Obwohl das Wasser darin sauber aussieht, können sich an den Wänden, Ventilen und Dichtungen mit der Zeit Kalk, Rost und andere Ablagerungen bilden. Das kann unangenehme Gerüche verursachen und die Funktion der Toilettenspülung beeinträchtigen.

Mit Zitronensäure, Essig und warmem Wasser lässt sich der Spülkasten gründlich reinigen – ganz ohne aggressive Reinigungsmittel.

Warum sollte der Spülkasten gereinigt werden?

Kalk und Rost lagern sich besonders an den Rändern sowie am Füll- und Ablaufventil ab. Werden diese Verschmutzungen nicht entfernt, können sie langfristig zu Problemen führen:

  • Das Ventil schließt nicht mehr richtig.
  • Wasser läuft ständig in die Toilettenschüssel.
  • Der Wasserverbrauch steigt.
  • Der Spülmechanismus funktioniert nicht zuverlässig.
  • Es entstehen unangenehme Gerüche.

Eine regelmäßige Reinigung hilft deshalb nicht nur gegen Schmutz, sondern kann auch die Lebensdauer der Mechanik verlängern.

Das wird benötigt

Für die Reinigung brauchen Sie:

  • etwa 200 g Zitronensäure
  • ungefähr 250 ml Haushaltsessig
  • warmes, aber nicht heißes Wasser
  • Papier- oder Küchentücher
  • eine Reinigungsbürste
  • eine alte Zahnbürste
  • Gummihandschuhe

Prüfen Sie vorher die Hinweise des Herstellers. Bei empfindlichen Dichtungen oder Metallteilen sollte das Reinigungsmittel zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Spülkasten Schritt für Schritt reinigen

1. Deckel vorsichtig abnehmen

Schrauben Sie zunächst den Spülknopf ab und heben Sie den Deckel vorsichtig vom Spülkasten. Legen Sie ihn auf eine weiche Unterlage, damit er nicht beschädigt wird.

2. Wasserzufuhr schließen

Drehen Sie das Zulaufventil zu und betätigen Sie anschließend die Spülung. Dadurch wird der Spülkasten weitgehend entleert und die Ablagerungen werden besser sichtbar.

3. Warmes Wasser einfüllen

Gießen Sie warmes Wasser in den leeren Spülkasten. Es darf nicht kochend heiß sein, da hohe Temperaturen Kunststoffteile und Dichtungen beschädigen können.

Füllen Sie den Behälter so weit, dass die verschmutzten Bereiche möglichst vollständig bedeckt sind.

4. Zitronensäure und Essig hinzufügen

Geben Sie etwa 200 g Zitronensäure in das warme Wasser. Anschließend kommen ungefähr 250 ml Essig hinzu. Rühren Sie die Mischung vorsichtig um, damit sich die Zitronensäure verteilt.

Tragen Sie dabei Handschuhe und sorgen Sie für eine gute Belüftung. Mischen Sie diese Lösung niemals mit chlorhaltigen Toilettenreinigern oder Bleichmitteln.

5. Mehrere Stunden einwirken lassen

Lassen Sie die Lösung einige Stunden im Spülkasten. Bei stärkeren Ablagerungen kann sie über Nacht einwirken. Während dieser Zeit werden Kalk und andere mineralische Rückstände aufgeweicht.

6. Obere Ränder separat behandeln

Bereiche, die nicht von der Lösung bedeckt werden, können mit essiggetränktem Küchenpapier behandelt werden. Legen Sie das Papier auf die verkalkten Stellen und lassen Sie es etwa ein bis drei Stunden einwirken.

Das Gleiche funktioniert auch an den Rändern des Spülkastendeckels.

7. Ablagerungen abbürsten

Entfernen Sie die Papierstücke und bearbeiten Sie gelöste Rückstände mit einer Bürste. Für kleine Ecken und schwer zugängliche Stellen eignet sich eine alte Zahnbürste besonders gut.

Gehen Sie an Dichtungen und beweglichen Teilen vorsichtig vor, damit der Spülmechanismus nicht beschädigt wird.

8. Spülkasten ausspülen

Betätigen Sie die Spülung, um die Reinigungslösung und die gelösten Ablagerungen ablaufen zu lassen. Öffnen Sie danach wieder die Wasserzufuhr und spülen Sie den Spülkasten ein- bis zweimal mit klarem Wasser durch.

Sind noch deutliche Rückstände sichtbar, kann die Behandlung wiederholt werden.

Mechanik kontrollieren

Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich, das Füll- und Ablaufventil zu überprüfen. Kalk im Inneren dieser Bauteile kann dazu führen, dass der Spülkasten nur langsam gefüllt wird oder ständig Wasser nachläuft.

Wer mit der Mechanik nicht vertraut ist, sollte die Ventile jedoch nicht selbst zerlegen. In diesem Fall ist es sicherer, einen Fachbetrieb zu beauftragen.

Wie oft sollte man den Spülkasten reinigen?

Bei normaler Wasserhärte reicht eine gründliche Kontrolle etwa ein- bis zweimal pro Jahr. In Regionen mit sehr kalkhaltigem Wasser kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.

So bleibt der Spülkasten hygienischer, die Mechanik funktioniert zuverlässiger und unnötiger Wasserverbrauch lässt sich vermeiden.

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